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Ferien mit Hund: Passt die Reise wirklich zu meinem Hund?



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Ferien sind für uns Menschen eine willkommene Abwechslung vom Alltag. Wir freuen uns auf neue Landschaften, andere Länder, Wanderungen, das Meer oder einfach einige entspannte Tage fern von zu Hause. Für viele Hundehalterinnen und Hundehalter ist selbstverständlich, dass ihr vierbeiniger Begleiter mitreist.

Doch was für uns nach Traumferien klingt, muss für unseren Hund nicht automatisch ebenso schön sein.


Bevor Reiseziel, Hotel oder Campingplatz ausgesucht werden, lohnt es sich deshalb, eine grundlegende Frage zu stellen:

Passt die geplante Reise tatsächlich zu meinem Hund?


Nicht jeder Hund hat dieselben Ferienwünsche

Hunde unterscheiden sich genauso wie Menschen in ihren Bedürfnissen und Vorlieben.

Ein aktiver und bewegungsfreudiger Hund kann grosse Freude an Wanderferien haben. Gemeinsam neue Wege erkunden, durch Wälder streifen und abwechslungsreiche Landschaften entdecken kann für ihn eine ideale Form gemeinsamer Ferien sein.

Ein ruhigerer Hund fühlt sich möglicherweise auf einem überschaubaren Campingplatz wesentlich wohler. Dort kann er viel Zeit in der Nähe seiner Bezugsperson verbringen und sich zwischendurch an einem ruhigen und schattigen Platz zurückziehen.

Andere Hunde wiederum reagieren empfindlich auf Menschenansammlungen, Verkehr, Lärm oder ständig wechselnde Umgebungen. Ein hektischer Städtetrip kann für einen solchen Hund erheblich belastender sein als für seine Halterin oder seinen Halter.


Entscheidend ist deshalb nicht nur, was wir gerne unternehmen möchten, sondern ebenso, was unserem Hund Freude bereitet und was ihn möglicherweise überfordert.


Alter und Gesundheit gehören zur Reiseplanung

Auch Alter und Gesundheitszustand des Hundes müssen berücksichtigt werden.

Ein älterer Hund kann zwar weiterhin sehr gerne mitreisen, doch lange Wanderungen, grosse Höhenunterschiede oder hohe Temperaturen können ihn stärker beanspruchen als früher. Dasselbe gilt für Hunde mit Gelenkproblemen oder anderen gesundheitlichen Einschränkungen.


Die Aktivitäten während der Ferien sollten deshalb so gewählt werden, dass sie den Hund weder körperlich überfordern noch dauerhaft unterfordern.

Ebenso wichtig sind genügend Ruhephasen.


Gerade unterwegs besteht schnell die Versuchung, möglichst viel erleben zu wollen. Für den Hund können täglich wechselnde Orte, lange Ausflüge und viele neue Eindrücke jedoch anstrengend sein. Ausreichende Erholung, ein vertrauter Ruheplatz und jederzeit verfügbares frisches Wasser gehören deshalb selbstverständlich zu guten Ferien mit Hund.

Welche Ferien eignen sich?

Je nach Hund können beispielsweise folgende Reiseformen gut geeignet sein:

• Wanderferien in der Natur

• Campingferien auf hundefreundlichen Anlagen

• Ferien in ländlicher Umgebung

• Reisen mit genügend Möglichkeiten für Spaziergänge und Ruhephasen

• Winteraktivitäten in klimatisch geeigneten Regionen


Weniger geeignet können dagegen Reiseformen sein, bei denen der Hund häufig ausgeschlossen wird oder starken Belastungen ausgesetzt ist. Dazu können beispielsweise reine Strandferien ohne ausreichende Schattenmöglichkeiten, Wellnessferien mit eingeschränktem Zugang für Hunde, sehr hektische Städtereisen oder Gruppenreisen mit wenig individuellem Freiraum gehören.

Dabei gibt es keine allgemeingültige Antwort. Entscheidend ist immer der einzelne Hund.

Und wenn die Reise nicht zum Hund passt?

Manchmal führt eine ehrliche Beurteilung zum Ergebnis, dass eine bestimmte Reise für den eigenen Hund wenig geeignet ist.

Das bedeutet nicht, dass auf die Reise verzichtet werden muss.

Eine gute und vertraute Betreuung zu Hause oder an einem geeigneten Ferienplatz kann für den Hund wesentlich angenehmer sein, als ihn auf eine Reise mitzunehmen, die ihn dauerhaft belastet.

Praxistipp von Animal Welfare Consulting & Training GmbH:


Praxistipp Reisen mit Hund


Kurz zusammengefasst

  • Gute Ferien mit Hund beginnen nicht mit der Buchung eines Hotels. Sie beginnen mit einer ehrlichen Einschätzung des eigenen Hundes.

  • Temperament, Alter, Gesundheit, Kondition und individuelle Vorlieben sollten darüber entscheiden, welche Reiseform geeignet ist.

  • Denn das Ziel sollte nicht einfach sein, den Hund mit in die Ferien zu nehmen. Das Ziel sollte sein, dass auch der Hund Ferien hat.



Im nächsten Teil: Wie findet man eine Reisedestination, die nicht nur uns Menschen, sondern auch unserem Hund etwas bietet?


Freudige Reisen für Mensch und Tier wünscht:



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